Neues aus der Plattdeutschszene

Schiffstau

Junge Plappermoehl aus Greifswald | 02.11.2022

In der aktuellen Ausgabe der beliebten plattdeutschen Radiosendung „De Plappermoehl“ von NDR 1 Radio MV sitzen neben den Moderator:innen Susanne Bliemel und Christian Peplow nur junge Lüüd am Moehlendisch. Sie sprechen von ihrer Verbundenheit zur plattdeutschen Sprache und zeigen, dass Platt nich blots wat för de Ollen is, sondern auch bei jungen Leuten beliebt. Musikalisch was auf die Ohren gibt es von der „Tüdelband“ aus Hamburg. Anlass für die Aufzeichnung in der Hansestadt ist das 5. Jubiläum des Kompetenzzentrums für Niederdeutschdidaktik an der Universität Greifswald.


Lütt-Mariken beim Podcast „Man müsste mal…“ | 05.09.2022

Johanna Bojarra alias „Lütt-Mariken“ schnackt im Podcast „Man müsste mal…“ mit den Gastgebern Claus Oellerking und Andreas Lußky über die plattdeutsche Sprache. Wo lässt sich die Regionalsprache im Alltag entdecken? Wie wird die Sprache geschützt und gefördert und von wem? Welche Möglichkeiten gibt es, die Sprache zu erlernen? Diese und weitere Fragen werden in der aktuellen Folge thematisiert. Hürt giern eins rin!


Neue Whatsapp-Gruppe für Plattschnacker | 05.08.2022

Die Löhnerin Mona Heynemann liebt und lebt die plattdeutsche Sprache. Um ihre Liebe zum Plattdeutschen mit anderen zu teilen, rief sie die WhatsApp-Gruppe „Bock up Platt kührn“ ins Leben. Die Gruppe richtet sich an Blinde, Sehbehinderte und Sehende ab 18 Jahren, die Lust darauf haben, sich miteinander von überall her auf Plattdeutsch zu unterhalten. Mona Heynemann selbst ist auf beiden Augen vollständig blind und bittet daher um das Versenden von Sprachnachrichten up Platt. Eine Sprachausgabe, die plattdeutsche Texte hörenswert vorliest, gibt es leider noch nicht.
Interessierte, die der Gruppe beitreten möchten, senden einfach eine Anfrage an die Mobilfunknummer 0171 4488694. 


Erstes plattdeutsches Ortsschild in M-V | 06.07.2022

Foto: Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Heute wurde in der Gemeinde Breest bei Altentreptow das erste plattdeutsche Zusatzschild in Mecklenburg-Vorpommern enthüllt. Von nun an ist auch der plattdeutsche Name „Breist“ am Ortseingang zu lesen. Zu verdanken ist dies Günther Ewert, einem Bürger des Ortes, der die Initiative ergriff, Recherchen betrieb und dem Ort die zwei Schilder spendete.
In Kürze wird auch die Gemeinde Grevesmühlen im Landkreis Nordwestmecklenburg nachziehen und Einheimische sowie Besucher mit ihrem plattdeutschen Namen „Grevsmœhlen“ begrüßen.


Neue Folge „Weckruf für Plattdüütsch“ | 24. Juni 2022

Im neuen Podcast von Regine Rachow geht es um Kulturschaffende aus Mecklenburg-Vorpommern und ihre Beziehung zur plattdeutschen Sprache. Die aktuelle Folge handelt von der Heimatschatzkiste. Interviewt wurden die Erzieherin Kerstin Roloff aus der Kita „Uns Lütten“ in Crivitz sowie Antonia Stefer und Johanna Bojarra („Lütt-Mariken“), Leiterinnen des Projektes Heimatschatzkiste.


Neuwahl „Bundesraat för Nedderdüütsch“ | 22. Juni 2022

Am 16.06.2022 fanden sich die neuen Delegierten des Bundesraats för Nedderdüütsch (BfN) zur gemeinsamen Sitzung in Hamburg zusammen. Auch in der kommenden Delegationsperiode 2022-2026 wird der BfN die Interessen der Plattsprecher auf Landes- und Bundesebene vertreten. Erstmalig wurden drei Jugendbeauftragte in den BfN gewählt, um sich für die Belange ihrer Generation einzusetzen. Als Sprecher und Sprecherin des BfN werden in den nächsten Jahren Heinrich Siefer und Johanna Bojarra fungieren.


Plattdeutsches Wort des Jahres 2022 | 20. Juni 2022

Im Rahmen der 2. Plattdeutschen Wochen in Mecklenburg-Vorpommern suchten auch in diesem Jahr der Heimatverband M-V und das Fritz-Reuter-Literaturmuseum deutschlandweit das plattdeutsche Wort des Jahres in drei Kategorien. Die Gewinner*innen wurden am 19.06.2022 am Finaltag der Plattdeutschen Wochen in Stavenhagen bekannt gegeben.

Weitere Informationen zum Wettbewerb findest du hier.


16. Norddeutscher Tag in Dömitz | 06. Juni 2022

Am 05. Juni 2022 lockte das sommerliche Wetter und ein kunterbuntes Programm zahlreiche Gäste auf die Festung in Dömitz. Beim 16. Norddeutschen Tag drehte sich alles rund um die plattdeutsche Sprache. Einen musikalischen Höhepunkt bildeten Wiebke Colmorgen mit Hardy Kayser und Carsten von Stanislawski. Ihre mordernen plattdeutschen Lieder richten sich an lütte un grote Lüüd und machen Lust auf unsere schöne Regionalsprache. 


Zwischendurch gab es mehrere „Schnacks up Platt“. Moderatorin Susanne Bliemel interviewte Plattinteressierte und -förderer. Johanna Biedowicz, die Niederdeutschbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern, berichtete vom landesweiten Plattdeutschwettbewerb, der in diesem Jahr in digitaler Form stattfindet. „Fritz Reuter“ und seine Jugendliebe „Frida von Bülow“ gaben Anekdoten aus vergangenen Zeiten zum Besten. „Lütt-Mariken“ stellte ihre aktuellen Projekte vor und berichtete von ihren Erfahrungen mit der plattdeutschen Sprachvermittlung.


Neben dem Bühnenprogramm luden diverse Kunsthandwerkerstände zum Stöbern ein. Sogar die Abrafaxe tauchten hier und dort auf dem Gelände auf und ließen sich mit ihren Fans fotografieren. Bei Kaffee, Kuchen, erfrischenden Getränken und Leckereien vom Grill kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Den musikalischen Abschluss des Tages bildete Gerrit Hoss mit seiner Band und sorgte für eine ausgelassene Stimmung. 

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