Lütt-Mariken stellt dir hier ihre schönsten plattdeutsche Sprüche vor.

Hölteritt, kloeteritt! Rad‘ mal wo väl Noet sünd dit!
(Hölteritt, kloeteritt! Rate mal, wie viele Nüsse das sind!) Dieser plattdeutsche Spruch stammt aus einem alten Kinderspiel. Wie das funktioniert, erfährst du in meinem Bilderbuch „Plattdütsch mit Lütt-Mariken“.

Unser tägliches Leben wird von unzähligen Redensarten, Sprichwörtern und Redewendungen begleitet. Dass viele von ihnen ihren Ursprung im Plattdeutschen haben, wissen die wenigsten. Lütt-Mariken hat auf dieser Seite 20 unterhaltsame plattdeutsche Sprüche zusammengetragen. Ins Hochdeutsche übersetzt, verlieren sie oft ihre Bedeutung. Aus diesem Grund sind mitunter die sinnbildlichen und wortwörtlichen hochdeutschen Übersetzungen aufgeführt.



Du kennst einen plattdeutschen Spruch aus Mecklenburg-Vorpommern, der hier noch nicht aufgeführt ist? Dann schreib Lütt-Mariken gerne deinen Vorschlag. Sie wird diesen schnellstmöglich prüfen, um ihn in der Tabelle zu ergänzen. –> zum Kontaktformular 

Plattdeutsche Sprüche

Plattdeutsche SprücheHochdeutsche Übersetzung und Bedeutung
Äten un Drinken höllt Lief un Seel tausåmen.Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.
Wat de Buer nich kennt, dat frät hei nich.Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht.
Dor bitt keen Mus een Faden von af.Da beißt die Maus keinen Faden ab.
Man kann sick dreigen as man will, de Achtersiet is ümmer hinnen.Man kann sich drehen, wie man will, die Hinterseite ist immer hinten.
Äbenbitau is ok vörbi.Knapp vorbei ist auch daneben.
Wo dit woll aflöppt, säd de Jung, denn har hei Wåter in’t Säf gaten.Wie das wohl abläuft, sagte der Junge, dann hat er Wasser ins Sieb gegossen.
Wat denn einen sien Uhl, is denn annern sien Nachtigall.
(Fritz Reuter)
Was dem einen seine Eule, ist dem anderen seine Nachtigall.
(Was dem einen missfällt, gefällt dem anderen.)
Kopp klüftig, Hand driftig, Hart warm, kann nicks verdarben.
(R. Wossidlo)
Kopf scharfsinnig, Hand tüchtig, Herz warm, kann nichts verderben.
Gah mi von’n Acker.Geh mir vom Acker./ Lass mich in Ruhe.
Ick heff de Näs vull.Ich habe die Nase voll.
/Ich habe genug.
Adebor, du gauder, bring’ mi ’n lütten Brauder.
Adebor, du bester, bring’ mi ’ne lütte Schwester.
Adebor (Storch), du guter, bring mir einen kleinen Bruder.
Adebor, du bester, bring mir eine kleine Schwester.
Du kannst mi an'ne Büx rüken.Du kannst mich mal.
(Du kannst mir an der Hose riechen.)
Alltau gaut dœcht ok nich.Allzu gut ist liederlich.
(Allzu gut taugt auch nicht.)
Dor kreit nich Hauhn noch Hahn nå.Da kräht kein Hahn nach.
(Da kräht weder Huhn noch Hahn nach.)
Hummeln in’n Nors hebbenHummeln im Hintern haben
Dat Hart sitt mi in't Hosenbein.Das Herz ist mir in die Hose gerutscht.
Ein ward so olt as ’ne Kauh un lihrt noch ümmer wat dortau.Man wird so alt wie eine Kuh und lernt noch immer was dazu.
De denn Drilling nich acht’, ward nich des Dalers Herr.Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.
Je öller, je döller.wie plattdt.